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N2025 WIR BEWERBEN UNS
ALS KULTURHAUPTSTADT EUROPAS
NÜRNBERG 2025

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RYV – RAI­SE YOUR VOICE.

Albert Ostermaier | © Kunstverlust e.V.

Festival für Demokratie und Vielstimmigkeit

Mit dem RYV – RAISE YOUR VOICE. Festival für Demokratie und Vielstimmigkeit wollen wir alle Stimmen dieser Stadt versammeln und mit ihnen das Überhörte, das Unerhörte hörbar machen, es zu Gehör und Bewusstsein bringen. Jede*r hat eine eigene Sprache und eine Geschichte, die es wert ist, erzählt zu werden. Fernab von einem klassischen Literaturformat versteht sich das Festival, das bis zum Kulturhauptstadtjahr 2025 stetig wachsen soll, als ein Festival für Demokratie und Vielstimmigkeit, Literatur als teilnehmende Beobachtung, als interaktiv, als Einmischung, Ermutigung, als Dialog und Perspektivwechsel.

„Europa braucht Dialoge“

„Europa braucht Dialoge“, sagt Festivalleiter Albert Ostermaier. „Es ist ein Stück von uns, wir sollten es gemeinsam schreiben.“ Das große Ziel ist, im Kulturhauptstadtjahr N2025 die seit 2020 gesammelten vielfältigen Töne der Stadt auf einem einwöchigen Literaturfestival erklingen zu lassen – in kleinen lokalen Lesungen ebenso wie in großen Events und Partys. RAISE YOUR VOICE!

Mit der Gründung der Gruppe 2020 startet RYV – RAISE YOUR VOICE. Festival für Demokratie und Vielstimmigkeit: Internationale Autor*innen treffen sich vom 22. bis 25. Oktober auf Einladung der Kurator*innen Albert Ostermaier und Sandra Kegel in Nürnberg. Unter dem Motto „Stage Europe“ diskutieren sie drängende Themen wie Nachhaltigkeit, Klima, Meinungsfreiheit, Gender und erarbeiten ein gemeinsames Statement. Dabei soll es – in Anlehnung an die Gruppe 47 – auch um neue Positionen für die Literatur, ihre Produktion und Kritik gehen.

RYV – RAISE YOUR VOICE. Festival für Demokratie und Vielstimmigkeit wird coronabedingt verschoben: Der geplante Auftakt mit der Gruppe 2020 soll stattdessen im Mai 2021 stattfinden und bereits im Oktober 2021 seine Fortführung finden.

Die öffentliche Lesung der Gruppe 2020 am Samstag, den 24. Oktober in der Tafelhalle bildet dann den Auftakt für ein bis 2025 jährlich wachsendes Festival, das im Kulturhauptstadtjahr N2025 die Diversität der Stadt Nürnberg feiern möchte: In verschiedenen Formaten und Künsten soll es um Erinnerung und Gegenwart gehen, um Verschüttetes, Verdrängtes – und um neue, stimmhafte Erzählungen von Demokratie und Teilhabe.

So werden Autor*innen und Slammer*innen eine Art Partnerschaft mit zugezogenen sowie eingesessenen Nürnberger Familien eingehen, sie nach ihren persönlichen Geschichten und Visionen befragen und diese aufzeichnen. Die über die Zeit entstehenden Beiträge über Identität, Migration, Wünsche, Pläne und Utopien bilden ein literarisches Archiv der Stadt. Dieses soll an verschiedenen Orten hörbar werden, sodass jede*r neben der eigenen auch ganz fremde Geschichten und Biografien kennenlernt.

Erweitert wird dies durch den künstlerischen Blick von außen: Autor*innen aus den EU-Mitgliedstaaten sind eingeladen, die Stadt ausgiebig zu erkunden und mit ihren zuvor formulierten individuellen Erwartungen abzugleichen. Diese Arbeiten – ob literarische Texte, Filme, Bilder, Fotografien oder Songs – ermöglichen Nürnberg, sich mit den Augen der anderen zu sehen, sich unter europäischen Perspektiven und Sichtachsen neu zu entdecken und erfahren.

Unter anderem mit:
Nora Bossong, Nuran David Calis, Gian Maria Cervo, Davide Enia, Deborah Feldman, Olga Grjasnowa, Joshua Groß, Sandra Kegel, Ijoma Mangold, Christian Metz, Albert Ostermaier, Marie Schmidt, Feridun Zaimoglu